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Die Geschichte des Rittergutes Ankensen


Die Geschichte des Rittergutes Ankensen
Bildurheber: Ralf Beimfohr
10. Jahrhundert.  Der Lehn Ankensen hat bisher viele Namen getragen. Man findet Bezeichnungen wie Aninchusen, Anakesse, Anneckenhusen , Annekenschen Mark, Animhusen, Anighusen oder Ankesse. Erste Aufzeichnungen finden sich bereits aus dem 10. Jahrhundert, also ältere als für den Ort Edemissen selbst. In dieser Zeit war Ankensen ein Lehn des Damenstifts in Gandersheim.
1330 Ankensen wird im Zusammenhang mit Lüneburg erwähnt.

1441 erwirbt das Lehn die Domprobstei in Hildesheim, das 1480 an den Graf von Schwarzburg/Sondershausen geht.
1577/78 erwirbt der Junker Freiherr Melchior von Mahrenholtz aus Groß Schwülper erst einen Teil und später den Rest der Feldmark von Herzog Julius, nachdem er Schwierigkeiten mit Weiderechten hat.
1749 Moritz von Meinersen wird mit dem Dorf Ankensen belehnt.
1767 Der geheime Kriegsrat Freiherr von Marenholtz übernimmt das Vorwerk wieder selbst in Bewirtschaftung.


Die Geschichte des Rittergutes Ankensen
Bildurheber: Ralf Beimfohr
1775 wird auf dem Hof eine Branntweinbrennerei gebaut. Ein Streit um einen Bierausschank mit dem “Schwülper Bier” bricht aus.
1853 Generalleutnant August Franz Leopold Wilhelm Jacob Adolph Flöckher erwirbt das Landgut Ankensen mit ca. 600 ha Ländereien.

1866 Das Gebäude der Schnapsbrennerei “AF” wird errichtet, die übrigen Gebäude werden erneuert.
1871 Errichtung des noch heute bestehenden Haupthauses. General von Flöckher wird wegen tapferen Verhaltens im deutsch-französischen Krieg in den Adelsstand erhoben.

1887 Am 15. August erwirbt von Flöckher vom Rechtsanwalt von Heimburg das Kirchenpatronat an der Kirche in Edemissen für 6.000 Mark.
1891 Am 27. November stirbt Generalleutnant von Flöckher, das Erbe geht an Dr. jur. Adolph Wilhelm Georg Gottfried von Flöckher, der später Reichstagsabgeordneter in Berlin ist. In erster Ehe wird der spätere Erbe Adolph von Flöckher geboren. In zweiter Ehe heiratete er Frieda Victoria Germania von Burchard, eine Schwester der Ehefrau des Pastor Lange aus Edemissen.


Die Geschichte des Rittergutes Ankensen
Bildurheber: Ralf Beimfohr
1931 Adolph von Flöckher stirbt am 29. März. Der jugendliche Sohn Adolph übernimmt das nicht mehr lukrative Erbe. Ankensen wird von seinem Vormund Hermann Schäfer aus Edemissen verwaltet.

1950 heiratet Adolph von Flöckher Marie Gräfin von Rex, Tochter des Militärattachés zur Zeit der Krönung des kleinen Kaisers in Peking.
1963 Das Rittergut Ankensen wird an Arend Mörlins aus Bemerode, Hannover, verkauft. Verwalter sind Karl Schirmer und Joachim Schröder.

1970 Adolph von Flöckher verstirbt und wird in Eickenrode beigesetzt.

1998 Heinrich Edeler, Hannover, erwirbt das Rittergut mit den angeschlossenen Ländereien und bewirtschaftet es selbst.

2003 Am 14. September findet erstmals auf dem Rittergut Ankensen der Tag des offenen Denkmales statt. Nach der aufwendigen Renovierung des alten Backhauses im Gutspark wird es erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Es entsteht die Idee, das Backhaus als zweites Trauzimmer des Standesamtes Edemissen zu nutzen.



Bilder und Texte mit freundlicher Unterstützung von Herrn Edeler, Rittergut und Herrn Völkening, Gemeinde Edemissen.

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